Artenvielfalt – und nur Reisling?

Was den Winzer sicher interessieren muss, nämlich welche Klone welcher Sorten am Markt sind, das erschien uns zunächst nicht unbedingt in unsere Fortbildung Lebendige Moselweinberge – Artenvielfalt im Steillagenweinbau zu passen. Schließlich steht in den Steillagen der Mosel überwiegend Riesling und damit nur eine Sorte – und was soll das mit Artenvielfalt zu tun haben?

Da muss ein kurzer Exkurs in die Geschichte gemacht werden.

Die Einschleppung der Reblaus aus Amerika führte Ende des 19. Jahrhunderts fast zum Ruin der gesamten Anbauflächen. Man erkannte, dass die Rebläuse die Wurzeln der europäischen Reben durch Saugen schädigen konnten, was sie bei den amerikanischen Reben nicht vermochten. Die Blätter der europäischen Sorten hingegen mochten die Rebläuse nicht, wohl aber die der amerikanischen Reben.

Der geniale Coup gegen die Reblaus konnte beginnen.

Alte Rebe von der Uni Geisenheim bonitiert

Was uns heute allen von veredelten Rosen oder veredeltem Gemüse geläufig ist, das Aufpfropfen oder Okulieren, wird bei der Rebe ebenfalls gemacht. Ein wunderschönes Beispiel von Pfropfen oder Veredeln sind Bäume, die auf der einen Hälfte Birnen tragen und auf der anderen Hälfte Äpfel.

Veredelung

Bei der Rebe nahm man nun die amerikanischen Reben als sogenannte Unterlage, benutzt also deren Wurzeln und veredelte – pfropfte eine europäische Sorte auf. Nun war die Reblaus unterirdisch Schach gesetzt, da sie die Wurzeln nicht schädigen konnte und oberirdisch dann Matt, da sie die Blätter nicht nutzen konnte.

Pfropfen erfordert das Holz der Rebe zur Vermehrung – es wird vegetativ vermehrt. „Die Kinder oder Nachkommen“ entstehen also aus einem Stück Mutter und sind damit alle identisch.

Es gibt keine neue Durchmischung von Erbmaterial, aus der dann neue Individuen entstehen, wie es bei „Kindern oder Nachkommen“ aus Samen der Fall ist – der generativen Vermehrung.

Würde man also nur noch einzelne Pflanzen als „Mütter“ nehmen, weil sie die Eigenschaften haben, die gefallen, dann gäbe es irgendwann nur noch einige wenige Pflanzen mit ihrem Erbgut und die Vielfalt an Geschmack, Ertragskraft Wuchsfreudigkeit und und und wäre verloren.

Biodiversität und Klonforschung.

Damit wäre die Artenvielfalt im Weinbau zumindest auf eine Sorte bezogen, dahin. 2002 waren z.B. die Nachpflanzungen in Rheinland-Pfalz beim Riesling zu 60% auf 3 Individuen zurück zu führen. Diese Erkenntnis führte dazu, dass die moderne Klonforschung heute versucht Genmaterial zu erhalten und verloren geglaubtes in alten Weinbergen wieder zu finden und zu erhalten.

Moos und Flechten auf einer uralten Rebe - sie lebt immer noch und trägt tollen Wein

Findet sich eine alte Rebe, so wird diese zunächst auf Viren geprüft, denn nur virusfreies Material darf in die Vermehrung. Durch moderne Verfahren ist die Züchtung heute zwar deutlich schneller geworden, allerdings sind die Kosten bis zur Zulassung so hoch, dass es immer weniger Züchter gibt und die aktuell 7 staatlichen Züchter immer mehr Aufgaben übernehmen müssen, um für eine Artenvielfalt bei den Reben zu sorgen.

Und so schließt sich der Kreis – Artenvielfalt bei einer Monokultur wird so zur Geschmacksvielfalt im Glas.

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Unterschiedliche Farbe – unterschiedliche Sorte – im Herbst wunderschön zu sehen.

 

Wer wohnt in einem Landschaftsschutzgebiet?

Wer von Ihnen wohnt in einem Landschaftsschutzgebiet oder in einem anderen geschützten Gebiet? Das war die Frage, die uns Carsten Neß vom DLR zu Beginn seines Vortrages stellte. 3 von 28 Teilnehmern hoben die Hand – und erstaunt waren wir dann, dass es genau anders herum hätte sein müssen. Ganze 3 aus unserer Gruppe wohnen nicht in einem Landschaftsschutzgebiet.
Aber woher soll man das auch wissen, wenn man nicht täglich, wie Herr Neß als Landespfleger beim DLR mit diesen Dingen beschäftigt ist, oder eben in irgendeiner Form, wie z.B. bei einem Bauvorhaben plötzlich ein Naturverträglichkeitsgutachten braucht. Für alle Antworten in Bezug auf Schutzgebiete oder andere Schutzwürdige Dinge gibt es für Rheinland Pfalz die wunderbare Einrichtung von LANIS, wo alles, was den Naturschutz betrifft über das Internet abrufbar ist. Aber Vorsicht – macht süchtig ob der enormen Informationsflut.
Eigentlich war das Thema Schutz und Recht für das Leben an der Mosel – welch ein schönes Thema, denn es umfasst damit ja auch uns Menschen – und welch gelungener Einstieg, wenn dann aber die Paragraphenreiterei beginnt. Eigentlich erstaunlich, welche Gesetze es zum Schutze von Flora und Fauna gibt und damit auch für uns.
Bundesnaturschutzgesetz
Wer hat da schon reingeschaut? Denn was erwartet man auch davon. Umso erstaunter ist man, wenn man da als Ziele des Naturschutzes und der Landespflege in
§ 1!!!!
Absatz 1 liest :“ Natur und Landschaft sind auf Grund IHRES EIGENEN WERTES (….) so zu schützen, dass 1. Die biologische Vielfalt 2. (….) und 3. Die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswerte von Natur und Landschaft auf Dauer gesichert sind (……)
Davon sind wir Menschen ja unmittelbar betroffen, wenn wir denn wollen. Eine Rechtsgrundlage gibt es immerhin. Und da sind wir auch bei dem Landschaftsschutzgebiet in dem wir Teilnehmer fast alle wohnen – das Landschaftsschutzgebiet Mosel zwischen Schweich und Koblenz.
Daneben gibt es die Naturschutzgebiete, die Naturparke und, und ,und…. Und Natura 2000. Nie gehört? Dabei betrifft es auch uns, denn
Natura 2000, das ist die offizielle Bezeichnung für ein Netz von Schutzgebieten, das innerhalb der europäischen Union errichtet wird. Sein Zweck ist der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume. Und das Ziel ist der nachhaltige Erhalt der biologischen Vielfalt in Europa.
Artenschutz
Dieser ergibt sich dann ganz zwangsläufig, denn nur wenn wir Menschen die wildlebenden Tiere und Pflanzen schonend und rücksichtsvoll behandeln, dann haben Sie eine Chance zu leben und sich zu vermehren.

Echse auf dem Bein

Zu einem rücksichtsvollen Umgang zählt sicher auch der verantwortungsvolle Umgang mit Pflanzen und Tieren, die nicht heimisch sind oder so verändert wurden, dass sie eindeutige Vorteile gegenüber den anderen Pflanzen und Tieren haben. Da sind wir dann bei einem hochpolitischen Thema angekommen, was hier und heute keinen Platz bekommt – aber vielleicht einen Denkanstoß gibt

ARTeFAKT – Arten und Fakten
Das war der 2. Höhepunkt des Abends – ein Portal, das das Land Rheinland Pfalz geschaffen hat um für Planungen und Maßnahmen Informationen über Arten übersichtlicher und schnell zu erhalten, was einerseits zum Artenschutz und andererseits zur zügigen Abwicklung von Verfahren beiträgt. Hier finden nur in Rheinland-Pfalz vorkommende Arten, für die besondere rechtliche Vorschriften gelten oder das Land erhöhte Verantwortung trägt. Dieses Portal ist frei zugängig über www.artefakt.rlp.de. Für alle diejenigen, die schon immer wissen wollten, was es in Ihrem Gebiet alles an geschützter Flora und Fauna gibt.
Wo findet denn nun Naturschutz tatsächlich statt?
Nicht die großen Dinge brauchen unsere Beachtung. Von behördlicher Seite wird sicher darauf geachtet, dass die Gesetze eingehalten werden zum Schutz unserer Natur und damit auch unser Schutz. Hier an der Mosel ist darüber hinaus eine Initiative „Lebendige Moselweinberge“ entstanden, die viele Akteure versucht in ein gemeinsames Projekt einzubinden und so mehr Sensibilität für das Thema Natur- und Artenschutz zu erreichen. Natur- und Artenschutz ist kein losgelöstes Thema für Müslijünger oder Ökozippen sondern ein Thema, was die gesamte Moselkulturlandschaft und alle in ihr lebenden Menschen betrifft. Wir hier an der Mosel leben in und von dieser Landschaft – besteht diese Kulturlandschaft nicht mehr, dann ernährt sie auch die Menschen nicht mehr. Naturnahe Weinberge sind sicher nicht für jeden Winzer gleich eine erstrebenswerte Vorstellung – der heimische Garten kann aber auch naturnah gestaltet werden mit heimischen Gehölzen, Lebensraumhilfen für Tiere, wie z.B. Nistkästen oder Insektenhotel . Der nächste verregnete Samstag kommt bestimmt – mit Kindern basteln, was anschließend auch noch mit Leben erfüllt wird – das ist doch auch eine Alternative.

Flora, aber welche in welchem Weinberg?

Gestern Abend hatten wir zum 2. Mal das Vergnügen von Herrn Dr. Jeschke über die Flora im Weinberg referiert zu bekommen. Zu vielen Pflanzen habe ich bei seinem ersten Vortrag bereits einiges geschrieben, um Appetit darauf zu machen, mit offenen Augen durch die Natur zu gehen. Von daher verzichte ich heute auf die Beschreibung weiterer Pflanzen und berichte hier über die eigentlichen Fragen, die sich um weinbergstypische Pflanzen – Artenvielfalt im Weinberg und wie das Ganze aussehen kann, stellen.

Wenn wir uns über Pflanzen, die früher in den Weinbergen zu finden waren und heute dort nicht mehr anzutreffen sind, unterhalten, dann ist es sicher zu einfach, das Ganze auf die Bewirtschaftung der Weinberge abzustellen. Hier hat ein Prozess aus vielen verschiedenen Parametern stattgefunden, die jeder für sich betrachtet seinen Anteil dazu beigetragen hat, dass wir heute eine andere Vegetation vorfinden als vor 40 Jahren.

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Veränderte Strukturen

Vor 40 Jahren begann an der Mosel die Flurbereinigung, wo aus Parzellen mit 100 bis 250 m² durch die Zusammenlegung Parzellengrößen von um die 1000 m² entstanden. Das hört sich nicht wirklich dramatisch an, ermöglichte aber plötzlich andere Bewirtschaftungsformen. Bis dahin war alles zu Fuß zu erledigen, da es weder Wirtschaftswege noch Straßen gab. Bodenbearbeitung beschränkte sich ebenfalls auf Handarbeit. Die Eingriffe waren somit deutlich weniger aggressiv als diejenige, die dann mit Hilfe von Schleppern erfolgen konnte. Für viele Pflanzen das Ende ihres Lebensraumes, für andere Pflanzen eine willkommene neue Nische.

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Dünger & Co.

Die Industrie entdeckte etwa zur gleichen Zeit die Agrarwirtschaft als lohnenden Markt. Nach dem Motto „Viel hilft viel“ wurde gedüngt, denn es war ja im Grunde preiswert, denn die Erträge stiegen. Aus teilweise mageren Standorten wurden durch den Einsatz mineralischer Dünger überversorgte Böden. Und wieder bot die Veränderung vielen Pflanzen nicht mehr den richtigen Lebensraum, wohingegen sich andere nun ansiedeln konnten.

Der Herbizideinsatz ersetzte dann – wer kann es den Winzern dieser Zeit verdenken – die mühsame Handarbeit des Jätens. Die Zeit der blankgeputzten Weinberge nahm ihren Anfang. Von Vegetation im Weinberg war fortan nur noch wenig zu sehen.

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Neue Ideen

Der Ertrag war gestiegen, die Arbeit war weniger anstrengend durch den Einsatz von Maschinen und chemischen Hilfsmitteln und so konnten die Flächen eines jeden Einzelnen wachsen. Die Auswirkungen dieser ganzen Veränderungen zeigten sich schleichend und waren nicht unmittelbar einem direkten Verhalten zuzuordnen. Und was die Pflanzen anging, die früher im Weinberg wuchsen, die wenigsten Pflanzen waren auch damals Schönheiten, die meisten wurden als „Unkräuter“ angesehen, gegen die man vorgehen musste – am besten chemisch. Dass sie verschwanden, wurde zunächst überwiegend positiv gesehen.

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Mischungen für die Artenvielfalt

Heute sieht man die Verarmung in den Arten eher kritisch und versucht andere Wege zu gehen. In wie weit man durch den Einsatz von Blühmischungen Artenvielfalt in die Weinberge zurückholen kann, hängt sicher zuerst von der Einstellung der Winzer ab. Diese wird durch die Effizienz der Arbeit gesteuert und den erzielbaren Gewinn.

Passend zu diesem Thema Blühmischungen und Saatgut hat das EU-Parlament die Saatgut-Verordnung, die von Monsanto und weiteren großen Saatgutproduzenten eingebracht wurde, abgeschmettert. Sie hätte Konzern-Einheitssaatgut bevorzugt und regionale Vielfalt vernichtet. Wir dürfen also weiterhin unser eigenes Saatgut produzieren. Womit wir wieder bei der eigentlichen Frage wären.

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Was ist denn heute wirklich Weinberg typisch.

Jeder Weinberg hat seine eigene Struktur, Bodenbeschaffenheit, Wasserführung, Ausrichtung, Wärme und einen Nachbarn. Auf unterschiedlichen Standorten finden sich unterschiedliche Pflanzen, die sich am jeweiligen Standort ansiedeln weil sie sich dort wohl fühlen, die Standortbedingungen für die Pflanzern optimal sind. An diesen, für sie optimalen Standort können sie sich gegen Konkurrenz behaupten, blühen und Samen bilden.

Saatgut was in Mischungen angeboten wird enthält oft Hybridsaatgut oder Saatgut aus nicht heimischen Gebieten, was selbst kein keimfähiges Saatgut mehr hervorbringt. Auch wenn es sich noch so wohl fühlt, es wird sich nicht weiter ausbreiten. Aus Sicht der Industrie ein Markt, der regelmäßige Nachfrage beschert – es muss jedes Jahr neu ausgesät werden. Aus Sicht der Artenvielfalt und der Standort typischen Pflanzen ein Problem.

Muskatellersalbei

 

Heimische – samenechte Arten sind hier die Wahl. Einmal ausgebracht kann man sie aussamen lassen – und dann sehen wir, was sich wohl fühlt und bleibt – für mich ist das dann Weinberg typisch im 21. Jahrhundert.

Heimisches, samenechtes Saatgut bekommt man z.B. bei Rieger – Hofmann, bei Bingenheimer Saatgut und viele andere.

Schönes Thema für eine Diskussion – ich würde mich über Meinungen – ganz im Sinne der MeinungsVIELFALT freuen.

Vielen Dank an Familie Anni Fritzen für die zur Verfügung gestellten Fotos aus der Zeit VOR der Flurbereinigung.

Anfang März bei uns im Felsen

Gestern war ein wunderschöner Sonnentag und es standen einige Reparaturarbeiten im Felsen an. Der Felsen ist ein ganz besonderer Weinberg, der sich über drei Felsterrassen erstreckt und seinen Ursprung 1876 mit der ersten Terrasse hat.

Reparaturarbeiten an der Rebanlage 1

Die vielen Lebensräume, die dort vereint sind und die wir mit unserer biodynamischen Arbeitsweise soweit unterstützen wie es uns nur möglich ist, sind ein wahrer Hort an Artenvielfalt. Die Felsformationen, die Kräuter wie auch die vielen Tothölzer der Terrassenanlagen schaffen Unterschlupf für manche selten gesehene Art.

Violette Holzbiene

Die violette Holzbiene   ( Xylocopa violacea )  oder in der Schweiz auch Blaue Holzbiene genannt ist ein wahrer Gigant ( 25-30mm lang) unter den Bienen – sie ist die größte europäische Art. Mit einem tiefen Brummen wie das einer Hummel kommt sie geflogen und sobald sie sich niederlässt schimmern ihre metallic blau-violetten Hautflügel in der Sonne. Meine Kamera war nicht schnell genug auch diese tolle Farbe einzufangen, denn dieses rastlose Exemplar wollte schnell wieder zu seinem Artgenossen. Sie waren zu zweit bei uns im Felsen unterwegs.

schwarzblauer Gigant

Nicht ganz so selten ist der Rotsaum-Blattkäfer  (Chrysolina sanguinolenta ) oder auch Blutiger Blattkäfer. Er krabbelte bereitwillig auf unseren Handschuh, war aber etwas zu ungeduldig für ein paar gute Aufnahmen. Er verstand den Rummel um seine Person nicht und begab sich genauso schnell wieder zurück in seine gewohnte Umgebung.

Rotsaum Blattkäfer

Einen schönen Sonntag und einen guten Start in die kommende Woche wünscht

Ihr Weingut Sanders & Sanders

Schmetterlinge & Co. … und was da sonst noch so kreucht und fleucht

61 Schmetterlinge finden sich in dem kleinen Taschenbegleiter für die Artenvielfalt „ Schmetterlinge der Untermosel“. Diese finden sich zwar nicht an der gesamten Mosel, aber immerhin 24 Arten   finden sich überall an der Mosel. Dieses kleine Heftchen beschreibt reich bebildert den Lebenszyklus  der Schmetterlinge, zeigt, dass es auch tagaktive Nachtfalter gibt und welche weitere Unterteilung bei den Schmetterlingen vorgenommen wurde.

Dieses Heftchen lag für uns Kursteilnehmer bereit und sorgte für eine besondere Vorfreude auf den Kursabend. ( ISBN 978-3-9812276-4-2)

So waren wir auf die Schönheit der Schmetterlinge eingestimmt und staunten nicht schlecht, dass die Beschreibung der kleinen Raupe Nimmersatt den tatsächlichen Gegebenheiten nahe kommt 🙂

Raupe vom Kleinen Fuch
Raupe vom Kleinen Fuch

Aus einem Ei, dessen Gestalt fast so unterschiedlich ist, wie der Schmetterling schlüpft eine ebenso Art spezifische Raupe, die am Ende Ihrer Fressphase immerhin mehr als 1000mal so schwer ist.

Mit ihren Brustbeinen, Bauchfüßen und dem Nachschieber ist die Raupe bewegungsfähig und aktiv auf Nahrungssuche. Das Puppenstadium ist das Ruhestadium, die Puppe ist bewegungsunfähig.

Puppe vom Kleinen Fuch
Puppe vom Kleinen Fuch

 Klein – oder Großschmetterling,

danach werden die Schmetterlinge eingeteilt oder auch nach Tag – oder Nachtfalter. Die Unterscheidung  der Tag- und Nachtfalter liegt im Körperbau und nicht etwa in der Tag – oder Nachtfliegerei – zumindest nicht alleine, das lernen wir, denn es gibt auch tagaktive Nachtfalter. Nur an der Flügelstellung in Ruhe lässt sich ein Tagfalter und ein Nachtfalter eindeutig unterscheiden. Der Tagfalter stellt die Flügel aneinander geklappt hoch, der Nachtfalter legt die Flügel an. Erstes Ergebnis dieses Abends: bei Schmetterlingen gilt Vieles aber nichts grundsätzlich.

Der Kleine Fuch
Der Kleine Fuch

Nahrung:

Die Schmetterlinge sind auf Nektar aus, ihre Raupen benötigen Blätter

Überwinterung:

Jede Art hat ihre eigene Strategie.  Jeder überwintert in dem für sie eigenen Stadium – als Ei, wie der Apollofalter, als Raupe, wie die „Goldene Acht“, als Puppe wie z.B. der Schwalbenschwanz oder gleich als  Schmetterling wie z.B. der Zitronenfalter.

Wanderung:

Nur wenige Falter sind  Standort treu, wie z.B. der Apollofalter, die meisten vagabundieren, sind Binnenwanderer oder Saisonwanderer – ein Verhalten wie bei Zugvögeln. Wird es kalt, ziehen sie in wärmere Gebiete. Das Taubenschwänzchen bringt es dabei immerhin auf 3000 km in 14 Tagen auf dem Weg in Sommerlager. Auf Grund der klimatischen Veränderungen gibt es aber mittlerweile schon einige Arten, die in Deutschland bleiben und auch hier zur Eiablage kommen.

Verhalten:

Erwähnenswert ist  das hillhopping. Es  werden kahle Hügelkuppen aufgesucht um sich dort zur Paarung treffen zu können.

Gefährdung:

Viele Schmetterlingsarten gelten schon als gefährdet, weil  bevorzugte Lebensräume wie Trockenhänge u/o benötigte Nahrung für die Raupen nicht mehr zur Verfügung steht.

Nutzen:

Schmetterlinge sind Indikatoren oder Zeiger für Lebensräume, da sie spezifische Anforderungen haben. Schmetterlingsarmut bedeutet auch Pflanzenarmut.

Unter www.liforum.de, so erklärte uns Frau D. Braun, hätten wir die Möglichkeiten alle Arten von Schmetterlingen mit ihren Stadien zu bestimmen – neben Bestimmungsbüchern auch eine Möglichkeit zum Schmetterlingsfachmann/frau zu werden.

Herr A. Krahner  überzeugte mit seiner Leidenschaft für Spinnen und weiteren Insekten – neben den Schmetterlingen.

Bei den Spinnen beschränkte er sich auf die Netz-, Spring-, Krabben- und Wespenspinnen.

Spinnen sind Räuber, die ihre Beute  durch einen Biss lähmen, Verdauungssekret in die Beute injizieren und  durch den dadurch einsetzenden Zersetzungsprozess  die Beute  aussaugen können.

Zum Zerkleinern der Beute fehlen ihnen die entsprechenden Mundwerkzeuge.

Die Netzspinnen weben die allseits bekannten Netze und warten auf Beute.

Die Springspinnen hingegen lauern ihrer Beute auf und springen sie mit ihren kurzen kräftigen Beinen blitzartig an. Beim Sprung wird lediglich ein dünner Sicherungsfaden ausgebildet. Unter den Spinnen haben  sie die besten Augen mit einem 360 ° Gesichtsfeld und durch die beiden, sich teilweise überlappenden Augenpaare ist so etwas wie räumliches Sehen möglich. Sie lieben die Wärme – bei Regen sind sie nicht zu sehen.

Die Krabbenspinnen verdanken ihren Namen der Fähigkeit seitwärts zu laufen. Ihr Gift ist so stark, dass es auch bei einer Hornisse Wirkung zeigt obwohl sie selber nur max. 10mm groß wird. Die Krabbenspinnen sind „Ansitzjäger“ – warten auf die Beute bis sie vorbei kommt. Sie können sich innerhalb einer Häutung farblich ihrem Lebensraum anpassen.

Die Wespenspinnen produzieren Radnetze mit einer mittigen Gespinstplatte auf der sie ausharrt. Sie tarnt sich als Wespe um Fressfeinden zu signalisieren: Finger weg! Dieses Verhalten nennt sich Mimikry und ist in der Natur häufig anzutreffen.

Bei den Insekten ging es dann weiter mit Käfer, Netzflügler und Hautflügler, da die Gruppenbildung bei den Insekten über die Zeichnung der Äderung der Flügel erfolgt.

Der Siebenpunktmarienkäfer ist wohl jedem bekannt. Auch bei den Käfern haben die Jungtiere eine andere Lebensweise als die ausgewachsenen Tiere. Die 15-50 Eier legt das Weibchen einfach  in der Nähe einer Blattlauskolonie ab. Die Larve schlüpft umgeben von reichlich Nahrung und unter mehrfacher Häutung wächst die Larve dann zur Puppe heran. Aktiv kann die Larve keine Nahrung suchen, da sie ihre Beute nur bei direkter Berührung erkennt. De Marienkäfer und seine Larven sind wohl die bekanntesten Blattlausfresser.

Rote  – blaue Ödlandschrecke

Sie gilt in Deutschland bereits als vom Aussterben bedroht, ist an der Mosel aber anzutreffen, wenn man weiß worauf man zu achten hat. Sie ist Meister der Tarnung in Brachen  – auf Ödland.  Nur wenn  sie hier gestört wird und als Fluchtreflex auffliegt, dann werden ihre Namen gebenden roten  oder blauen Flügel sichtbar.

Die Eier werden im Boden abgelegt und überwintern dort.  Die Larve häutet sich mehrmals bis zum flugfähigen Erwachsenenstadium. Das Puppenstadium  gibt es hier nicht = unvollständige Metamorphose.

Florfliegen

Diese filigranen Tiere kennt wohl jeder, insbesondere an warmen Tagen in der Dämmerung, wenn sie besonders aktiv sind. Die gefräßigen Larven der Florfliegen bevorzugen Blattläuse oder Spinnmilbeneier und  –larven, was sie zu bevorzugten und heute schon industriell vermehrten Nützlingen macht.

Schwebfliegen

Auch sie täuschen  ihre Fressfeinde mit ihrer wespenähnlichen Zeichnung ( Mimikry). Die Schwebfliege ist jedoch vollkommen ungefährlich. Wir können sie leicht von Wespen unterscheiden, den es fehlt ihr die Wespentaille, ist deutlich kleiner und  hat  nur 2 Flügel. Sie sind  blitzschnelle Flieger, die im Schwirrflug auch auf der Stelle verharren können um dann plötzlich die Richtung zu ändern. Auch die Larven der Schwebfliege sind wahre Blattlausvertilger, die erwachsenen Tiere benötigen dagegen wieder Nektar und Pollen. Der größte Teil der Schwebfliegenarten wird heute bereits in der Roten Liste Deutschland geführt.

Was sich alles tarnt um den Feinden gegenüber genauso wehrhaft zu gelten wie die eigentlichen Vertreter Wespe und Biene haben wir gehört. Die größte soziale staatenbildende Vertreterin unter den Faltenwespen ist die Hornisse, die heute  bereits eine besonders geschützte Art ist. Sicher auch weil ihre Größe sie  im  Volksmund zur gefährlichsten „Wespenart“ machte.  Sie ist jedoch friedfertig und furchtsam und nicht angriffslustig. Jedes Jahr bauen die begatteten und in der Erde überwinternden Königinnen einen neuen Staat auf. Genauso wie die Gartenhummel, die zu den Bienen gehört und hier zu den Wildbienen. Alle Wildbienen sind besonders geschützt, da sie zu den wichtigsten Bestäubern zählen.  Bei den  Wildbienen gibt es nicht nur soziale staatenbildende Sorten. Die Gartenhummel gehört jedoch dazu. Von den fast 550 Bienenarten lebt der größte Teil jedoch als Einzelbiene und  baut alleine Brutzelle nach Brutzelle zu einem Nest aus. Meistens erlebt die Generation den Schlupf der eigenen Nachkommen nicht mehr.

Neben der Biene App aus Kapitel ??? ist eine wirklich empfehlenswerte und spannende Seite  für alle die viel mehr über die Wildbienen wissen möchten die Seite www.wildbienen.info . Die ersten Hummeln wurden schon gesichtet. An solch schönen sonnigen Tagen wie heute sind sie bereits unterwegs.

Helau und Alaaf – für  Faschingsdienstag oder Karnevalsdienstag  gibt es keine passenden Tiere oder Pflanzen. Bis dahin – Augen auf für alles was da kreucht und fleucht. 😉

Lebensräume schaffen und erhalten

In dieser Woche ging es in unserer Fortbildung „Lebendige Moselweinberge – Artenvielfalt im Steillagenweinbau“ um die Weinbergschnecke, Amphibien, Reptilien und die Vogelwelt. Dieses, für drei Stunden, wirklich umfangreiche Programm lässt sich nicht mehr auf 2 Seiten zusammenfassen. Deshalb beschreibe ich hier nur die wirklich für den Weinberg  typischen Tiere näher. Für mich und unsere Arbeit in den Weinbergen war dieser Abend von besonderer Wichtigkeit. Wir haben unsere Steillagen von Hand auf Querterrassen mit dem vorhandenen Material umgestellt. Wir haben eingesät um Tieren Nahrung zu verschaffen, den Boden teilweise neu aufzubauen um Erosion zu verhindern und Lebensräume zu schaffen. Was wir ansonsten noch tun können um Lebensräume zu schaffen und Artenvielfalt im Weinberg erlebbar zu machen, das sollte dieser Abend für mich bringen.

Die Weinbergschnecke

gehört zu den Landlungenschnecken und  ist geschützt. Sie ist zwar zwittrig, also Männchen und Weibchen in einem Tier, benötigt aber dennoch einen Partner, wobei sich von Mal zu Mal entscheidet, wer gerade als was fungiert. Dies hilft die Wahrscheinlichkeit auf einen Partner zu treffen zu erhöhen und sorgt  dennoch für eine Selektion des Genmaterials, was für die Anpassung an sich verändernde Lebensräume unerlässlich ist. Auch wenn sie Weinbergschnecke heißt, so ist sie nicht auf diesen Lebensraum beschränkt, erklärte uns Dr. Ulrich Schulte. Man findet sie auch in lichten Wäldern und Offenlebensräumen auf kalkhaltigen Böden.  Den Kalk benötigt sie nicht nur für ihr Haus und die Eier sondern auch für einen Kalkdeckel, den sie ausbildet, sobald die Gefahr der Austrocknung droht. Die Aufnahme des Kalkes erfolgt dabei über die Fußsohle der Schnecke. Für die Winzer ist die Weinbergschnecke ein Nützling, da sie die Eier der ungeliebten Nacktschnecken frisst.

Amphibien

Zu den heimischen Amphibien gehören 14 Arten von Froschlurchen, wovon in Weinbergen gelegentlich die Erdkröte, die Wechselkröte, die Kreuzkröte und der Springfrosch angetroffen werden.

Für die Erdkröte und den Grasfrosch werden die bekannten Krötenzäune errichtet um die Tiere bei ihrer jährlichen Wanderung im Februar – März zu schützen. Das funktioniert, weil die  Wanderwege immer gleich bleiben, da die Tiere in jedem Jahr an die Stelle zurück kehren, an der sie selber einst aus dem Wasser  gekommen sind.

Von den sechs  Schwanzlurcharten findet man gelegentlich den Feuersalamander  oder den Bergmolch in Weinbergen.  Frösche – wie Schwanzlurche brauchen dynamische- sich verändernde Lebensräume, mit zumindest zeitweise gegebenen Kleinst – Kleingewässern, wie z.B. eine ausgefahrene Fahrzeugspur, die sich mit Wasser füllen kann in den Weinbergen oder an den Randgebieten.

Schlingnatter

Reptilien

Von den 6 heimischen Schlangenarten finden sich an der Mosel die Ringelnatter, die Würfelnatter und die Schlingnatter, wobei die Schlingnatter als Charakterart der Weinberge gilt. Erkennungszeichen für die Nattern sind die runden Pupillen, für die Schlingnatter zudem ihre individuelle Kopfzeichnung und die Ortstreue.  Schafft man es den Kopf zu fotografieren, weiß man immer mit welcher Schlingnatter man
es zu tun hat und mit max. 2 ha belegt sie ein überschaubares Revier. 30% aller Schlingnatterreviere finden sich in den wärmebegünstigten Weinbergen oder Weinbergsbrachen im SW Deutschlands. Insbesondere die  Trockenmauern sind beliebte Sonn – und Rückzugsbereiche. Durch ihre Färbung ist die Schlingnatter  hier besonders gut getarnt, ihre versteckte Lebensweise an sich trägt dann noch weiter dazu bei, dass die Schlingnatter als die unbekannteste heimische Schlange und als gefährdet gilt.

Die ursprünglichen Lebensräume der Reptilien waren besonnte Flussufer mit Kiesbänken oder Felsabbruchkanten, also wie schon bei den Amphibien die dynamischen Lebensräume.

Echsen

Von den 6 heimischen Echsenarten finden sich gelegentlich Blindschleichen, die westliche Smaragdeidechse, die Zauneidechse und die Mauereidechse. Die Mauereidechse ist als Charakterart der Weinberge anzusehen. Auch bei der Mauereidechse ist der  Lebensraum zu 30%  in den  Trockenmauern oder Steinhaufen der Weinberge oder Weinbergsbrachen zu finden. Die Trockenmauern dienen als Versteck, als Winterquartier und als Eiablageplätze. Schlupftermin für die Jungen ist je nach Außentemperatur Juni- August. Bei Temperaturen um die 24 Grad braucht es mehr als 70 Tage, bei Temperaturen  von 34 Grad sind es keine 30 Tage mehr.

Die Mauereidechse  hat als Erkennungsmerkmal als einzige heimische Echse ein glattrandiges Halsband. Sie ist sehr flink und ein guter Kletterer. Über die sogenannten Femoralporen an ihrer Längsseite sondern die Männchen Steroide ab, die der Revierabgrenzung dienen und den Weibchen signalisieren, dass hier ein fitter und potenter Partner zu finden ist, was dieser auch noch durch eine intensive Färbung unterstreicht. Als einzige heimische Art bleibt  die Mauereidechse auch im Winter aktiv.  Dazu braucht es nur wenig über 0 Grad mit intensiver Sonneinstrahlung. Das Parietalauge in der Mitte des Oberkopfes hilft ihr wohl dabei aus ihrem Winterquartier heraus diese Schönwetterphasen zu erkennen. Außerdem hilft es wohl auch bei der Flucht vor Fressfeinden, die sich aus der Luft nähern.

Was macht Echsen noch besonders?

Sicher ihr Verteidigungsverhalten. Sie nutzen den Mechanismus der Autotomie. Bei akuter Gefahr sind sie in der Lage ihren Schwanz an einer dafür vorgesehenen Stelle – einer Sollbruchstelle –  durch Muskelkraft abzuwerfen und dadurch zu entkommen. Innerhalb von 2 Monaten ist der Schwanz zwar nachgewachsen,  kann ein weiteres Mal jedoch nur noch oberhalb der alten Bruchstelle abgeworfen werden.

Außerdem werden die Echsen von Zecken besiedelt, dienen selber aber nicht als Wirt, was für die Zecken und die Borrelienübertragung zur  Sackgasse für weitere Infektionen wird.

Insgesamt lieben  Echsen wie Schlangen Strukturvielfalt, wie sie in Weinbergsbrachen zu finden sind, mit Totholz, Rebhölzern und Krautsäumen.

Im  2. Teil des Abends brachte uns Dr. Weitz die heimische Vogelwelt auf unterhaltsame Art näher. Um als guter Vogelbeobachter unterwegs zu sein braucht es ein gutes Auge – unterstützt von einem Fernglas, ein Bestimmungsbuch und ein Notizbuch um alle Beobachtungen festzuhalten. Und natürlich ein gutes Ohr, denn eher hört man den Vogel als man ihn sieht – zumindest bei den Singvögeln J Die Vögel sind meist flink und geben dem Anfänger nicht die Zeit sie ausgiebig zu studieren. An der Mosel sind immerhin 150 Arten aus 23 Familien zu Hause, die man akustisch u/o optisch auseinander zu halten lernen kann. In Deutschland  sind es dann schon 450 Arten und für den Fortgeschrittenen bieten weltweit rund 9600 Arten ein weites Betätigungsfeld.

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Auch hier werde ich mich auf die in Weinbergen und Weinbergsbrachen anzutreffenden Vertreter der Vogelwelt beschränken.

Vögel sind grundsätzlich erst einmal Spezialisten, die an ihren Lebensraum angepasst sind. So haben Körnerfresser eher runde Schnäbel, Insektenfresser eher spitze Schnäbel. Höhlenbrüter haben weiße Eier, da sie nicht der Umgebung entsprechend angepasst eingefärbt und gezeichnet zu sein brauchen, wie z.B. bei den Rohrsängern mit ihren an das Schilf angepassten Eiern. Diese Nester  werden aber z.B. bevorzugt vom Kuckuck untergemietet.

Neben Buchfink, Star und Drossel sind als moseltypisch der Bluthänfling und die Zippammer zu nennen

Der Bluthänfling

ist etwas kleiner als der Spatz – Haussperling , ist langschwänzig und schlank. Seinen Namen hat er von der Rotfärbung der Männchen auf Stirn und Brust. Von den Winzern wird er auch Stockfink genannt, da er gerne in den Weinstöcken sein Nest baut. Er mag die sonnigen, offenen Flächen mit krautigem Aufwuchs aus der er die Sämereien als Nahrung bezieht.

Die Zippammer

ist in keiner Weinbergslage wirklich häufig,  bevorzugt aber die trockenen und warmen, nach Süden ausgerichteten Weinbergslagen mit Trockenmauern, einzelnen Büschen und bewachsenen Felsköpfen.  Durch  groß angelegte Flurbereinigungsverfahren fallen strukturreiche Weinbergslagen weg und damit Lebensräume für die Zippammer.  Die Zippammer ernährt sich selber von Sämereien und Insekten, ihre Jungtiere zieht sie nur mit proteinhaltiger tierischer Nahrung auf.

Dorngrasmücke und Neuntöter

finden sich in frisch aufgelassenen Weinbergen, die noch nicht zu stark verbuscht oder schon mit Bäumen besetzt  sind. Beide ernähren sich von Insekten, der Neuntöter legt  mit seiner Beute auch noch Vorräte an in dem er den Fang auf Dornen aufspießt. Er wagt sich allerdings auch schon an Feldmäuse heran.

Der Girlitz

mag die Sämereien von Kräutern und Stauden, wie sie sich in Ortsrandlagen beim Übergang zu den Weinbergen finden. Ihn zeichnet sein kleiner Schnabel mit dem großen Kopf aus.

Der Grünspecht

ist der Specht unter den Weinbergsvertretern. Er sucht seine Nahrung am Boden – vorzugsweise Ameisen und nutzt die Weinbergspfähle als Abflughilfe in dem er an ihnen hochklettert.

Die Mönchsgrasmücke

als weiterer Vertreter der Grasmücken bevorzugt  zwar Halbschatten, der immergrüne Efeu, der an vielen Felsen und Felsvorsprüngen zu finden ist, wird von ihr aber  gerne angenommen. Sicher nicht zuletzt weil sich dort die bevorzugte Nahrung – Spinnen und Insekten aufhalten.

Raubvögel

Für Nahrung aus dem Weinberg – Mauereidechse, Insekten und Kleinsäugetiere interessieren sich unter den Raubvögeln an der Mosel der schwarze Milan als weltweit häufigster Greifvogel sowie der Turmfalke und der Mäusebussard, die beide schon wieder an der Mosel unterwegs sind. Sie gehören fest ins Bild der Weinbergslagen.

Mark geht steil-2

Für die Artenvielfalt  braucht es also Lebensräume, die in früheren Zeiten natürlich vorhanden waren. Viele Tiere haben sich heute angepasst an die vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaften. Aber immer da, wo Vielfältigkeit in der Vegetation und in der Struktur  der Landschaft besteht finden unterschiedlichste Tiere Lebensraum und ziehen dadurch weitere nach, auf jeden Fall schon mal Ihre Fressfeinde. Die  Kulturlandschaft Mosel  bietet mit ihren Felsvorsprüngen und Trockenmauern immer noch einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen  Schutz und Lebensraum. Die Aufgabe besteht darin diese besonderen Lebensräume zu entdecken und zu erhalten und wo immer möglich auszudehnen.

In der kommenden Woche geht es tierisch betrachtet in der Nahrungskette rückwärts  mit den Insekten und speziell dann  auch noch um die Schönheiten unter ihnen, die Schmetterlinge.

Ruderalgesellschaften …?

Am Dienstagabend ging es wie im 2. Teil der vergangenen Woche um die Pflanzenwelt, die wir  in und um die Weinberge finden können. Es stehen hier keine Kulturpflanzen im Mittelpunkt, sondern die vielen Arten von Pflanzengemeinschaften, die sich an bestimmten Standorten zusammen finden, oder die sich neue Standorte erobern, wenn Kulturpflanzen, wie die Rebe, Räume in Nutzung nehmen.

Unsere einzigartige und wunderbare Kulturlandschaft „Moselweinberge“ können wir hier jeden Tag erleben. Was daneben an Besonderheiten und Schönheiten aus dem Pflanzenreich in der Gesellschaft der Weinberge zu finden ist, darüber schreibe ich heute.

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Pflanzengesellschaften finden sich mit den sie bezeichnenden Pflanzen dort, wo bestimmte Voraussetzungen vorliegen, wie z.B. trockene Waldränder und wärmeliebende Säume oder Mauer- und Felsgesellschaften. Darunter kann man sich ja noch etwas vorstellen, aber was sind „ausdauernde Ruderalgesellschaften“?

Diese Ruderalgesellschaften mit ihren Pflanzen kennen sicher viele, nur wahrgenommen haben wir sie als eine erwähnenswerte Pflanzengesellschaft bisher wohl nicht.

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Wir Menschen versammeln uns als Gleichgesinnte in Vereinen, ganz ähnlich wie die Pflanzen. So wie wir in einer erfolgreichen Fußballmannschaft keinen Reckturner erwarten, werden wir auf nassen Wiesen auch keinen Lavendel erwarten dürfen.

Die ausdauernden Ruderalgesellschaften finden wir z.B. an gestörten Standorten. Das sind Standorte an denen der Mensch, Tiere oder aber Wasser das Leben der Gesellschaft  durch z.B. Betreten, Mähen, Weiden oder Überflutungen überwiegend im Wuchs beeinträchtigen – stören. Wir finden sie z.B in halbschattigen Flussauen und sie zeigen uns an, dass der Boden gut mit Nährstoffen versorgt ist. Oft sind auch einzelne Pflanzen vermehrt anzutreffen. Zu solch einer Ruderalgesellschaft zählt z.B. die Gundelrebengesellschaft ( Glechometalia hederaceae ) als ausdauernde Stickstoff-Krautflur.

Eine informative Seite zu Pflanzengesellschaften findet sich z.B. unter www.schmitzens-botanikseite.de (Rheinische Pflanzengesellschaften-systematische Übersicht)

Oft sehen wir auch die Wegwarte in Gesellschaft der Pastinake ( Cichorium intybus – Pastinca sativa)

Oder die wilde Möhre (Daucus carota) mit dem Natternkopf ( Echium vulgare)

Und was gibt es an der Mosel nun wirklich Außergewöhnliches aus dem Reich der Pflanzen?

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Das wollten wir von unserem Dozenten natürlich wissen. Denn für Besucher der Moselweinberge brauchen wir ja auch ein echtes Highlight. Neben den vielen Pflanzen, von denen jeder schon gehört hat, an die man aber in der Regel eher achtlos vorüber geht, lockt ein blühender Weinbergspfirsich schon das eine oder andere „AHHHH“ oder „OOhhhhh“ hervor. Bei den dornigen Vertretern ist die Begeisterung schon deutlich geringer, obwohl hierzu die wilde Birne oder der wilde Apfel zählen, deren Blüten durchaus schön anzusehen sind. Mit ihren Blüten bezaubert auch die gewöhnliche Felsenbirne ( Bild) bereits im April-Mai. Und auch die Esskastanie ist hier fast heimisch zu nennen, auch wenn sie unter den Fachleuten als Archäophyt bezeichnet wird. Sie ist nicht von alleine  hier eingewandert sondern wurde von Menschen hergebracht, aber das vor mehr als tausend Jahren und sie ist in der Lage sich hier selbständig zu vermehren. Das Dorf Kesten, hier an der Mosel, zeigt dies in seinem Namen, der aus Castanea entstanden ist.

Acer monspessulanum ( Felsen Ahorn )

Unseren Einzigartigen haben wir an der Mosel dann aber auch zu bieten. So unscheinbar er wirkt, er ist als einziger nacheiszeitlich wieder hier an die Mosel selbst eingewandert. Er mag die trockenen Felshänge mit ihren Spalten, die letztlich immer noch für ausreichend Wasser sorgen. Wir werden ihn nicht nur suchen sondern finden können.

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Und da, wo Drieschen (aufgelassene Weinberge) in Brachen übergehen und krautige Pflanzen, Büsche und Sträucher die Oberhand gewinnen, lassen sich nach einiger Zeit auch Birken, Buchen und Eichen finden. An solchen Orten beginnt die Natur sich ihren Platz zurückzuerobern.

Trauben – und Stieleiche ( Quercus petraea und Quercus robur), die halten wir ab sofort auseinander, wenn wir nur die Eicheln des Baumes sehen können. Der Name verrät es. Die Eicheln der Traubeneiche sitzen in Trauben angeordnet, die der Stieleichen sitzen an Stielen.  ( Bild )  Neben der Nutzung der Eichrinde wurden auch die Blattgallen, die durch Schlupfwespe & Co entstehen, genutzt. Diese Blattgallen sind, wie die Rinde auch, gerbsäurehaltig. Die Blätter mit den Gallen wurden abgesammelt und zu Eisengallustinte verarbeitet – die klassische Tinte des Mittelalters und folglich die Urform dieses Blogeintrags 😉

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Alle weiteren Pflanzen, die besprochen wurden und werden, wollen wir hier in einer eigenen Rubrik einmal alphabetisch und einmal nach ihrem Blütezeitpunkt sortiert, präsentieren. Dazu sollen auch  Bilder eingestellt werden – dies aber nach und nach!

Und was gibt es nun im Februar draußen zu sehen?

Viel mehr als man denkt, wenn man sich den schönen aber unscheinbareren Vertretern der Pflanzenwelt widmet. Viel Spaß dabei!

In diesem Beitrag sind einige Pflanzen in Bildern zu finden, einige, die im Text erwähnt wurden sind noch ohne Bild. Eigentlich unbefriedigend dachten wir uns, daher werden wir anfangen ein Lexikon der Flora und Fauna unserer Weinberge zu erstellen, Bilder und Namen von allem, was wir dort finden zusammentragen und auf einer Extraseite in diesem blog präsentieren.

Was macht ein Ökosystem aus?

Der 4. Abend unserer Fortbildung „Lebendige Moselweinberge – Artenvielfalt im Steillagenweinbau hatte  in der ersten Hälfte die Vermittlung von Grundlagenwissen zur Ökologie und den Ökosystemen zur Aufgaben. Damit auch dem Ökosystem Weinberg.

Die Vielfältigkeit der vorhandenen Ökosysteme bringt letztlich die Vielfalt der Arten hervor.

Mohnblüte

Was macht  ein Ökosystem aus?

Das Ökosystem ist die Beziehung aller lebenden und toten Dinge über und unter der Erde inklusive Klima. Dabei wird von Biotop = Lebensraum und Biozönose = Lebensgemeinschaft gesprochen. Daraus wird dann schon klar, dass es keine klare Abgrenzung  von einzelnen Ökosystemen geben kann, sondern die Übergänge eher fließend sein müssen. Ökosysteme, die nicht gezielt von Menschen beeinflusst werden, sind natürliche oder primäre Ökosysteme, wovon es bei uns heutzutage jedoch kaum noch Flächen gibt. Agrarökosysteme  oder sekundäre Ökosysteme sind vom Menschen bewusst beeinflusste und gestaltete Systeme, in denen der natürliche Kreislauf  der Natur aufgebrochen ist um spezielle  Kulturen anzubauen und damit eine Ertragssteigerung der Flächen zu erhalten. Dieser bewusste Eingriff hat jedoch nicht zu einer Artenverringerung geführt sondern zu einer Erhöhung der Artenvielfalt.

Wie ist das möglich, wenn Eingriffe doch Störungen in die Natur bedeuten?

Ließe man in unseren Breiten der Natur ihren Lauf, so würde aus Deutschland auf Grund der klimatischen Verhältnisse im Laufe der Zeit wieder ein Waldland.  Die Ökosysteme Ackerrandfläche oder Weinberg oder Steillage oder oder oder ,  gäbe es nicht mehr und damit auch die darin existierenden Lebensgemeinschaften von Tier und Pflanze nicht mehr.

Jede dieser Lebensgemeinschaften hat besondere Ansprüche an den Boden, auf dem sie gedeihen – der Boden ist die elementare Voraussetzung.  Dieser Boden ist in Jahrtausenden aus der Verwitterung des Gesteins der oberen Erdkruste und dem Eintrag organischer Substanz entstanden. Dabei ist diese Bodenschicht, der Oberboden, im Grunde nur eine hauchdünne Schicht, in der der gesamte Stoff- Umwandlungsprozess – und – Kreislauf abläuft. Das ausgeklügelte System der Nährstoffversorgung bzw. Närhstoffbereitstellung funktioniert nur, wenn die im Boden gebundenen Nährstoffe von Tieren und Bakterien und weiteren Mikroorganismen  für die Pflanzen verfügbar gemacht werden.  Die Wurzeln der Pflanzen, deren Absterben und weiterer Eintrag von Biomasse stellen den Humus her, der dem Boden  alle diejenigen Eigenschaften verleiht, die dazu beitragen, dass Pflanze, Mensch und Tier mit und voneinander leben. Wie z.B. die Bodenbelüftung, die Wasserverfügbarkeit usw. usw.

Das Kletten-Labkraut ist Futterpflanze für mindestens 40 Insektenarten

Das Miteinander von Flor und Fauna ist dabei auch immer  ein Fressen und gefressen werden. Im Laufe der Evolution haben sich jedoch auch vielfältige Verteidigungsstrukturen bei Pflanzen und Tieren entwickelt; oder aber man ist sogar eine enge Bindung eingegangen um sich gegenseitig zu schützen oder  arbeitet zusammen, wie z.B. die Knöllchenbakterien der Leguminosen.

Ölrettich

Durch Leben und Sterben entsteht ein Kreislauf indem  alles  seine Aufgabe  und Bestimmung hat, die Verwertung lebenden wie abgestorbenen Materials. So entstehen die Nahrungsnetze, denn Nahrungskette ist bei diesem umfänglichen Zusammenwirken doch etwas zu kurz gesagt, des es suggeriert, dass hier Eins das Andere bedingt. Im Netz gibt es vielfältige Abhängigkeiten und jedes Ökosystem hat sein eigenes Netz. Diese Netze sorgen für den Energiefluss.

Heckenrosenblüten

Denn alle Energie, die  zur Verfügung steht, ist die Energie der Sonne, aus der die Pflanze in der Lage ist Biomasse aufzubauen. Von der gesamten zur Verfügung stehenden Energie nutzen die Pflanzen gerade 5 %.  Was wir heute als Kohle oder Erdöl nutzen ist aus Pflanzenmaterial entstandene Energie, die Jahrtausende später von uns Menschen wieder frei gesetzt wird. Im weiteren Verlauf wird das Nahrungspotential Pflanze jedoch nur zu einem geringen Teil zum weiteren   Aufbau von Biomasse genutzt. Denken wir an uns selbst. Zuerst müssen wir mal atmen, dann unseren Wärmehaushalt regulieren und erst dann können wir mit dem Aufbau von „Menschenmasse“ beginnen – dem Einen oder anderen erscheint das zwar schon mal anders herum J. Und dann scheiden wir ja auch noch einen Großteil wieder aus.

Vogelnest

Unser Augenmerk liegt aber auf dem Weinberg. Er ist als ganzer „Berg“ betrachtet ein vielfältiges Ökosystem mit von Menschenhand geschaffenen Lebensräumen für spezielle Lebensgemeinschaften. In der Laubwand halten sich andere Tiere auf als im Begrünungsstreifen oder der Rebe selber. Außerdem sind bei uns, insbesondere in den Steillagen  noch kleinste Lebensräume, wie Mauern oder Felsvorsprünge,  für viele verschiedene Pflanzen und Tiere  zur Verfügung stehen.

Echsenwohnraum im Überfluss

Jedoch, jeder Eingriff ist auch eine Störung. Ob und wie die Natur darauf reagiert, zeigt sich in den Lebensgemeinschaften, die man an agrarisch genutzten Stellen antrifft. In den Steillagen soll ja auch Wein produziert werden und die wirtschaftliche n Zwänge erfordern dafür entsprechende Eingriffe in die Natur. Je minimaler die Eingriffe sein können, z.B. durch gezielte Sortenwahl, passende Erzie- hungsmethoden und angepasst Pflanzen SCHUTZmassnahmen, ums so besser für die Lebensgemeinschaften  oder ums so anders sind die Lebensgemeinschaften um und in den Weinbergen  zusammengesetzt.  Denn gerade in den Steillagen gibt es Arten, die genau an diesen Lebensraum angepasst sind. Diese gilt es .zu erhalten. Verschwinden die Steillagen – verschwinden diese Arten

Mittlerer Weinschwärmer

Rebenpacht – Änderungen im Shop

Rebenpacht

Das Bestellverfahren für die Rebenpacht war im shop etwas mühsam … so sagten uns eine Reihe von Kunden. Darum haben wir etwas geändert.

Bestellen Sie die Rebenpacht zukünftig einfach per Mail. Alle Angaben, die wir dafür benötigen sind in der nachfolgenden Übersicht enthalten. Kopieren Sie einfach die folgenden Zeilen und fügen diese in  Ihr Mailprogramm ein um sie  auszufüllen.

Rebenpächter /in ( Vorname, Name ) : ______________________________________________

 Anschrift des Pächter o. der Pächterin:______________________________________________

 Anzahl  Weiße Reben:_________________  

 Anzahl rote Reben:___________________

 Ich möchte, dass die Reben mit meinem Namen gekennzeichnet werden             Ja            Nein

 EMAIL:________________________________________________________________________, damit wir Sie über Ihre Reben auf dem Laufenden halten können.

 Falls die Rebenpacht ein Geschenk ist, sollten Sie für die Rechnung den Rechnungsempfänger mit Name und Anschrift angeben.

 

Wir senden Ihnen umgehend die Pachtunterlagen und  die Urkunde zu. Sie können bequem per Rechnung bezahlen.

Natürlich können Sie so auch Ihren Wein bestellen. Allen denen Shop-Systeme nicht bequem genug sind, möchten wir so einen weiteren  Weg ermöglichen Ihren Wein zu bestellen.

Ihre Familie Sanders

Bratkartoffel, Spiegelei und Paprika

Auch wenn wir ein Weingut sind und Wein natürlich unser Lebensinhalt ist, so gibt es doch wichtige Dinge ohne Wein – z.B. Bratkartoffeln.

Wir lieben sie, vor allem, wenn sie goldbraun gebraten sind, ein oder zwei Spiegeleiern als Unterlage dienen und noch etwas Platz auf dem Teller für das Paprika-Champignon-Gemüse ist.

Paprika Chamgignon

Die Paprika in Streifen schneiden und die Champignons in Scheiben geschnitten in eine Schüssel geben. Oliven -Öl und etwas grobes Salz dazugeben und das Ganze im Topf umrühren, damit sich das Öl auf der Oberfläche des Gemüses verteilen kann. Jetzt geben Sie das Ganze für ca. 25-30 min auf ein Backblech in den auf 180 ° C vorgeheizten Backofen.

Bratkartoffel mit Spiegelei

Während die Paprika und Champignon garen, braten Sie die gewürfelten, rohen Kartoffeln in Öl und Butter oder Butterschmalz goldbraun. Nach Belieben salzen und pfeffern. Wenn die Kartoffeln ungefähr fertig sind, kümmern Sie sich noch um die Spiegeleier.

Dann alles auf einem Teller anrichten und genießen.

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